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Great Place To Work

Great place to work – Machbarkeitsstudie „Gesunde Arbeitsregion Lungau“

Projektträger: Lungauer Bildungsverbund
geplante Projektlaufzeit: 03/2017 – 12/2017
Kosten gesamt: € 4.950,00
Förderungssatz: 80 %
Förderung in €: € 3.960,00
Aktionsfeld: 3 – Gemeinwohlstrukturen und Funktionen


Projektbeschreibung

 

Jeder Arbeitgeber ist im Rahmen der Arbeitnehmervorsorge per Gesetz dazu verpflichtet, laufend sicherheitsrelevante, physische und psychische Belastung am Arbeitsplatz zu erheben, daraus konkrete Schutzmaßnahmen abzuleiten und schließlich durchzuführen. Die gesetzliche Grundlage dafür bildet das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG), insbesondere das „Bundesgesetz über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit“. Damit hat der Arbeitgeber den gesetzlichen Auftrag körperlichen und seelischen Erkrankungen seiner Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer vorzubeugen.

 

Die Maßnahmen jener Betriebe, die sich um eine gesundheitsfördernde Unternehmenskultur bemühen, gehen über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus. Solche Arbeitgeber bieten beispielsweise Programme, die die Arbeitnehmer bei der Gesundheitserhaltung unterstützen sollen, an, und setzen dahingehend Schwerpunkte, um eine arbeitsbezogene Förderung der Gesundheit zu erreichen. Sie führen laufende Evaluierungen durch und leiten daraus konkrete Maßnahmen ab. Aufgrund von knappen Ressourcen oder den organisatorischen bzw. finanziellen Herausforderungen können dementsprechende Angebote im Lungau oft nicht bereitgestellt werden. Die Beschäftigung mit dem Thema der betrieblichen Gesundheitsförderung soll den Lungau als attraktiven Arbeitsplatz hervorheben, wodurch Strukturproblemen wie der Abwanderung, dem Verlust von Basis-Infrastruktur oder dem demografischen Wandel entgegengewirkt werden kann.

 

Im Projekt „Gesunde Arbeitsregion Lungau“ wird eine Machbarkeitsstudie mit folgenden Fragestellungen durchgeführt:
  • Inwiefern werden die gesetzlichen Vorgaben des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes (ASchG) in Lungauer Unternehmen umgesetzt?
  • Welche Einrichtungen zur Förderung und zum Erhalt der psychischen und physischen Gesundheit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gibt es derzeit im Lungau?
  • Gibt es im Lungau einen Markt für die betriebliche Gesundheitsförderung und von welchen Faktoren hängt ein solcher Markt ab?
  • Wie müssen Geschäfts- und Finanzierungsmodelle gestaltet sein, damit diese genutzt werden, und welche Modelle gibt es bereits?
  • Reicht eine regionale Einrichtung oder bedarf es einer überregionalen Institution?
  • Wie kann betriebliche Gesundheitsförderung regional und kooperativ umgesetzt werden?
  • Welche Vorteile hat die Region Lungau als „Gesunde Arbeitsplatzregion“?
  • Was bringt eine aktive Gesundheitsförderung den Menschen und Betrieben in der Region?

 

Während des Projekts soll ein konkret anwendbarer Leistungskatalog zur Einführung bzw. Umsetzung von Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung entwickelt werden. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie geben einen ersten Anhaltpunkt, um anhand einer regionalen oder überregionalen Einrichtung für das betriebliche Gesundheitswesen wesentliche Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Regionen zu erlangen. Dazu wird der direkte Dialog mit Lungauer Unternehmen, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, dem öffentlichen Dienst sowie den Interessensvertretungen (Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer) gesucht. Die Ergebnisse der Studie sind ein notwendiger Baustein für eine positive wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung der Lungauer Wirtschaft und Gesellschaft und sollen zudem Anstöße für Folgeprojekte oder zur Entwicklung weiterer innovativer Modelle liefern. Die Machbarkeitsstudie bildet somit den strategischen Rahmen einer „Gesunden Arbeitsplatzregion Lungau“. Als Ergebnis liegt ein Konzept für eine regionale, überbetriebliche Serviceeinrichtung für betriebliche Gesundheitsförderung vor, das im Rahmen einer Präsentation vorgestellt und anschließend diskutiert wird.

 

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