BiosphärenparkBlogNatur | RaumTourismusUnterwegs im Biosphärenpark

Unterwegs im Biosphärenpark mit Manfred – Großer Königstuhl

Von der Mehrlhütte über den Seenock auf den Gr. Königstuhl

Länge der Tour:
Aufstieg: 3-4 Std
Abstieg: 2 Std.

Schwierigkeit:
Mittel. Man kann die Tour auch verkehrt machen, dann ist Trittsicherheit nötig.

Dieser Tourenvorschlag ist eine schöne Tour für den Sommer, eignet sich aber auch sehr gut für die Herbsttage. Früher waren für mich als Eis und Felskletterer die Nocken wie die Berge im Nockgebiet genannt werden zu wenig schroff. Heute mit mittlerweile 62 Jahren finde ich immer mehr Gefallen an den sanften Grashängen mit ihren Zirbenbäumen . Besonders im Herbst wenn die Blätter der Heidel- und Preiselbeeren die Landschaft in einen prächtigen Teppich in alle Rottönen verwandeln wandere ich gerne durch diese Gegend.

Die Wanderung

 

Startpunkt unserer Tour ist die Dr. Josef Mehrlhütte (1730m ) in Schönfeld Gemeinde Thomatal.

Gleich nach der Mehrlhütte gibt es eine Parkmöglichkeit. Wir gehen zuerst Richtung Rosanintal vorbei an einigen Wochenendhäusern um aber gleich nach dem letzten Haus nach rechts abzubiegen auf den Weg Nr. 125 Richtung Seenock. Entlang des Knappen Wanderweges zuerst über einen Forstweg auf ein Plateau. Hier zweigt ein Weg nach Innerkrems und auf den Knappen Wanderweg ab. Wir aber wandern durch einen Lärchenwald aufwärts bis auf einen Rücken welchen wir folgen. Das erste Ziel ist der Stubennock ( 2092m ).

Nun folgen wir dem Bergkamm mit herrlicher Aussicht auf das Nockgebiet. Rechts sieht man den Kärntner Teil des Biosphärenparks. Nach kurzem aber steilem Anstieg stehen wir am Saureggnock.

Unterhalb des höchsten Punktes erinnert ein Marterl an ein tragisches Flugzeugunglück.

Eine schöne Kammwanderung führt nun zum Seenock, welchen ein kleines Gipfelkreuz ziert.

Bereits auf Kärntnerboden liegt hier unterhalb des Seenocks  der Friesenhalssee, ein idyllischer Bergsee mit tiefblauem Wasser. Den Kamm folgend gelangen wir zur Rosaninscharte . Hier wird der Steig breiter, da hier der Wanderweg vom Karlsbad einmündet. Noch ein kurzer Anstieg und wir stehen auf dem Gipfel des gr. Königsstuhl. Der Blick reicht über das gesamte Nockgebiet bis zu den Niederen Tauern. Weit im Hintergrund glänzt der Gletscher der Hochalmspitze in den Hohen Tauern. Vorsicht ist geboten da der Königstuhl Richtung Rosaninsee steil abbricht.

Der Abstieg folgt zunächst dem ausgetretenen Steig bis zur Rosaninscharte. Hier zweigen wir rechts ab. Eine kurze Steilstufe bringt uns zum wunderschön gelegenen Rosaninsee. Teilweise mit Schilf bewachsen lädt der See zum Baden ein. Zahlreiche Rinder und Pferde verbringen hier ihren Almsommer. Der Markierung folgend wandern wir Tal auswärts. Vorbei an urwüchsigen Zirben, die erkennen lassen, wie rau die Natur hier speziell im Winter sein kann, erreichen wir den Talboden. Mit etwas Glück können wir auch einem Murmeltier oder einem Reh begegnen.

Dem kleinen Bach entlang bietet sich nun die Einkehr bei der Eslalm mit ihren hausgemachten Spezialitäten. Es ist nun nicht mehr weit zur Dr. Josef Mehrlhütte wo man ebenfalls gut essen kann.

3 km Tal auswärts lohnt sich der Besuch der hl. Familie, welche ein Künstler aus einem Zirbenbaum geschnitzt hat. Gleich gegenüber befindet sich die Suppanalm wo Josef und Maria Prodinger 18 Kühe melken und dem Wanderer hausgemachten Butter und Käse servieren.

Die Wanderung in Bildern

Geboren 1957 am Fanningberg aufgewachsen in Weißpriach, verbringt Manfred Moser seine Schul- und Lehrzeit im Lungau. Nach 5 Jahren als Monteur in Norwegen, Griechenland, Saudi Arabien und Syrien landet der gelernte Zimmerer wieder im Lungau. Den Vater von 3 Kindern lässt das Reisen aber nicht los. Auf zahlreichen Reisen lernt er fremde Kulturen kennen und besteigt hohe Berge. Umso mehr weiß er die Schönheit und Einzigartigkeit des Lungaues zu schätzen. Die Fotografie ist seine große Leidenschaft. In Kombination mit faszinierenden Bildern und dem Wissen um die schönsten Plätze will uns Manfred mit seinen Tourenvorschlägen den Lungau näherbringen.

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