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neues Forschungsprojekt Flow-Bios – naturbasierte Lösungen für Hochwasserschutz

ein Haus steht direkt an einem vor kurzen bearbeiteten Flussabschnitt an dem deutliche Eingriffe sichtbar sind

Seit Mai 2025 ist das Biosphärenparkmanagement Salzburger Lungau an einem weiteren MAB-Forschungsprojekt mit der Universität für Bodenkultur Wien, der CIPRA International und 4 weiteren Biosphärenparks in Österreich und der Schweiz beteiligt. Das Projekt FLOW-BIOS stellt naturbasierte Lösungen für Hochwasserschutz ins Zentrum und ist das Folgeprojekt des im Frühjahr 2025 abgeschlossenen MultiBios-Projektes.

Naturbasierter Hochwasserschutz, wie zum Beispiel Flussrenaturierungen, Rückhaltebecken, Moorschutz oder ähnliches, funktioniert, wenn einmal umgesetzt, sehr gut – doch der Weg dorthin ist oft ein komplizierter. Sehr oft scheitert es an Fragen des Eigentums, also wer stellt die notwendigen Flächen zur Verfügung. Genau diese komplexen Fragen behandelt das Projekt Flow-Bios mit allen vier österreichischen (Salzburger Lungau & Kärntner Nockberge, Großes Walsertal, Wienerwald und Unteres Murtal) sowie einem Schweizer (Engiadina Val Müstair) Biosphärenpark. Im Vorgängerprojekt MultiBios wurde herausgearbeitet, dass auch die Biosphärenparks im Hochwasserschutz eine Rolle spielen – durch Bewusstseinsbildung und Vernetzung. Die im Zuge des MultiBios-Projektes geschaffenen Zusammenarbeiten werden im Flow-Bios-Projekt weiter vertieft und spezifisch auf das Thema Hochwasser ausgebaut. Insbesondere die oft auf privaten Flächen auftretenden Konflikte zwischen Hochwasserschutz, Ökologie und landwirtschaftlicher Nutzung sowie wirtschaftlichen Überlegungen und gesellschaftlicher Risikovorsorge.

«In FLOW-BIOS arbeiten wir daran, diese Spannungsfelder sichtbar zu machen und Wege zu finden, wie Hochwasserschutz und naturbasierte Lösungen in Einklang gebracht werden können – etwa durch Anreize, Kooperationen und faire vertragliche Vereinbarungen», erklärt Wolfgang Pfefferkorn, Projektleiter bei CIPRA International.

Im Rahmen mehrerer Workshops, zwei davon vor Ort in den österreichischen Biosphärenparks, wird in transdisziplinären Diskussionsrunden gearbeitet. Die Forschungsergebnisse werden in lokalen Medien sowie wissenschaftlichen Publikationen und Vorträgen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Mehr Infos zum Projekt gibt es hier