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Minitopia Kinderuniversität

Minitopia Kinderuniversität – Ansprüche der Kinder an die „Biosphäre Lungau 2030“

Projektträger: Lungauer Kulturvereinigung
geplante Projektlaufzeit: 07/2018 – 09/2018
Kosten gesamt: € 4.500,00
Förderungssatz: 80 %
Förderung in €: € 3.600,00
Aktionsfeld: 3 – Bildung, Wissenschaft und Forschung


Projektbeschreibung

 

Die Minitopia Kinderstadt ist sowohl Spielstadt als auch ein komplexer, altersgerechter Lernort für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 13 Jahren. Hier sollen sie Zukunftsperspektiven für ein gelungenes Zusammenleben aufzeigen und Entscheidungen für sich und andere treffen. In einer Kinderstadt können Kinder selbst arbeiten, damit Spielgeld verdienen und dieses für verschiedene Produkte oder Dienstleistungen ausgeben. Beispielsweise können sie die Zukunft planen und mitbestimmen, Ideen verwirklichen, einen Job finden und in verschiedenen Bereichen wie der Holzwerkstatt, der Metallwerkstatt, Film, Foto und Internet, Verkauf, Polizei, Feuerwehr, dem AMS oder weiteren Stationen arbeiten oder auf die Universität gehen.

 

Im Lungau findet zum ersten Mal ein solches pädagogisches Planspiel, dessen Zentrum „die künstlerei“ in Tamsweg ist. Dafür haben sich insgesamt rund 900 Pflichtschülerinnen und Pflichtschüler aus dem gesamten Lungau angemeldet. Aus pädagogischer Sicht steht die Minitopia Kinderstadt für die Entwicklung und Zukunft der Biosphärenregion Lungau, für Kinderrechte, politische Bildung, Umweltschutz, Spiel und Kultur. Zudem stellt sie eine Zukunftswerkstätte in den Bereichen Arbeit, Bildung und Freizeit dar.

Generell teilt sich die Minitopia Kinderstadt in folgende drei voneinander unabhängige Abschnitte: die Minitopia Kinderstadt: Spiel, der Minitopia Arbeitsmarkt – Mein Traumberuf und die Minitopia Kinderuniversität.

Der Teil Minitopia Kinderuniversität bildet dabei ein selbstständiges Projekt und findet außerhalb des Geländes der Minitopia Kinderstadt im Schloss Kuenburg statt. Dadurch soll die Situation der Lungauer Studenten simuliert werden, die gezwungen sind, die Region zu verlassen, und meist nicht mehr in den Lungau zurückkehren. Außerdem können die Kinder selbst in die Rolle einer Wissenschaftlerin oder eines Wissenschaftlers schlüpfen. Sie erarbeiten durch die Auseinandersetzen mit Fragestellungen zu Themen wie Ökologie und Bodenkultur, Wirtschaft, Politik, Soziales, Pädagogik, Kunst und Theater, Neue Medien und Religion ein gemeinsames Zukunftsbild unserer Region. Fachliche Inputs erhalten die Kinder zu allen Bereichen von Fachexpertinnen und Fachexperten. Zusammen mit allen Studierenden an der Minitopia Kinderuniversität soll dabei eine das Projekt überdauernde, nachhaltige Masterarbeit zum Thema „Biosphäre Lungau 2030“ verfasst werden. Zusätzlich dazu soll im Laufe der Kinderuniversität ein filmischer Beitrag über das Projekt gestaltet werden sowie eine schriftliche Zusammenfassung, ein Kinderuniversität Manifest 2018, verfasst werden, das an die wesentlichen Interessensgruppen in Region, Land und Bund weitergeleitet wird.

 

In der Minitopia Kinderuniversität können sich die Kinder und Jugendlichen mit unterschiedlichen Bereichen beschäftigen und ihre Wünsche und Erwartungen an die zukünftige Entwicklung der Region formulieren. Da jene Kinder und Jugendliche die Zukunft der Region bilden, soll dieser Personengruppe Gehör verschafft werden, damit auf ihre Bedürfnisse, Visionen und Ideen für die Zukunft eingegangen werden kann.

 

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