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Leerstandsmanagement – Leben im Lungau: Was die Jugend bewegt

Präsentation Leerstandsmanagement Lungau

Wie sehen junge Menschen die Zukunft ihres Wohnortes im Lungau? Eine Gruppe von 8 Schüler*innen der Handelsakademie Tamsweg hat sich diese Frage gestellt und ihre Einschätzungen in einer Befragung geteilt. Dabei wird schnell klar: Für sie ist ein lebendiges Ortszentrum mehr als nur eine Ansammlung von Geschäften. Es ist ein Ort, an dem man Freundschaften pflegt, Freizeit verbringt und sich mit der Heimat verbunden fühlt. Gleichzeitig spiegelt sich in ihren Antworten eine gewisse Skepsis wider – viele können sich nur eingeschränkt vorstellen, langfristig in der Region zu bleiben, da bezahlbarer Wohnraum, weiterführende Ausbildungen und attraktive Arbeitsplätze fehlen.

Die Jugendlichen fühlen sich selbst am stärksten vom Leerstand betroffen und sehen darin ein soziales Problem, das ihre Lebensqualität und Zukunftsperspektiven direkt beeinflusst. Für sie stehen daher klare Prioritäten fest: Wohnraum und Treffpunkte für Jugendliche sollen die leerstehenden Gebäude beleben, wirtschaftliche oder touristische Nutzung spielen eine eher untergeordnete Rolle. Dabei zeigen die jungen Menschen ein realistisches Bild der Situation. Sie erkennen, dass Abwanderung ein Problem ist, glauben aber gleichzeitig daran, dass mit den richtigen Angeboten viel bewegt werden kann.

Verantwortung liegt für sie vor allem bei der Gemeinde, ergänzt durch Eigentümer*innen, während reine Marktmechanismen weniger Vertrauen genießen. Gleichzeitig haben sie konkrete Vorstellungen davon, wie man junge Menschen halten oder zurückholen kann: bezahlbarer Wohnraum, attraktive Freizeit- und Jugendangebote, Arbeitsplätze, digitale Möglichkeiten und ein starkes Gemeinschaftsgefühl sollen dafür sorgen, dass die Region lebendig bleibt.

Insgesamt zeigt die Befragung, dass für die junge Generation vor allem Wohnraum, soziale Infrastruktur und wirtschaftliche Chancen entscheidend sind. Die Ergebnisse liefern wertvolle Impulse dafür, wie der Lungau für alle Generationen lebendig, lebenswert und zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Präsentation Leerstandsmanagement Lungau Gruppe Schüler*innen der HAK Tamsweg bei Diskussion über Leerstandsmanagement Lungau

Über das Projekt:

Im Rahmen des Projektes „Leerstandsmanagement Lungau“ setzt sich der Regionalverband Lungau dafür ein, ungenutzte Gebäude in der Region sichtbar zu machen, das Bewusstsein für Leerstände zu schärfen, innovative Nutzungsmöglichkeiten zu fördern und beratend zur Seite zu stehen. Ziel ist es, leerstehende Gebäude wiederzubeleben, die Ortskerne zu stärken und so einen nachhaltigen Beitrag zur Regionalentwicklung zu leisten.

Das Projekt „Leerstandsmanagement Lungau“ wird durch die AMA-Förderung 77-04 unterstützt und kofinanziert. Mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union (EU-Bund-Land-kofinanziert).

Logoleiste mit Logo Bundesministerium Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft; Gemeinsame Agragpolitik Österreich; Land Salzburg; Kofinanziert von der Europäischen Union