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LEADER Projekt „Altes Wissen“

Altes Wissen mit Zukunft – Altes Wissen zeitgemäß nutzbar machen

Projektträger: Lungauer Bildungsverbund
geplante Projektlaufzeit: 07/2017 – 09/2019
Förderungssatz: 80 %
Aktionsfeld: 3 – Gemeinwohl Strukturen und Funktionen


Projektbeschreibung

 

Mit der Veränderung von Wirtschaft, Arbeitswelten und Technologien geht „altes Wissen“ bzw. Erfahrungswissen verloren. Die ältere Generation verfügt noch über dieses Wissen, das in Verbindung mit neuen Technologien und Designs aber durchaus Potential für künftige Entwicklungen bietet. Für den Biosphärenpark Lungau als Modellregion für nachhaltige Entwicklung ist die Erhaltung, Sicherung und Dokumentation von altem regionalem Wissen eine wichtige Aufgabe, um so die nachhaltige Entwicklung der Region voranzubringen.

 

Im Rahmen des Projekts wird altes regionales und traditionelles Wissen im Biosphärenpark Lungau erhoben und dokumentiert, sowie dessen Potenzial für eine zeitgemäße Inwertsetzung und Anwendung analysiert. Die Erhebung erfolgt dabei durch ein anerkanntes Forschungsinstitut, wodurch eine qualitativ hochwertige Arbeit erwartet werden kann. Das Wissen, welches aufgrund vielfältiger Wandel in der Gesellschaft immer mehr zu verschwinden droht, wird somit einer breiten Masse zugänglich und nutzbar gemacht.

Während des Projekts werden Interviews mit älteren Menschen zum Thema Erfahrungswissen über unterschiedlichste Themen geführt und das erhaltene Wissen wird mittels Kurzfilme sowie Online- und Offlinemedien (Website, Socila Media, Zeitungsbeiträge) zugänglich gemacht. Als Themenbereiche gelten dabei regionale Lebensmittel bzw. Produkte, deren Anbau, Erzeugung, Verarbeitung und Konservierung, Gesundheit, bäuerliches Handwerk, Handwerksgewerbe, historische Baukultur und Textilkultur.

 

Das Projekt ermöglicht es, altes regionales Wissen sichtbar zu machen, wodurch die regionale Kultur und Identität gestärkt werden soll. Zudem sollen die lokalen Wissenspotenziale erhalten werden sowie für eine zeitgemäße Inwertsetzung und Anwendung genutzt werden, denn viele alte Techniken benötigen wenig bis keine Energie und verwenden Rohstoffe aus der Region. Einerseits können durch das Projekt neue Angebote im Bildungsbereich entstehen, andererseits können neue Techniken Arbeits- oder Ausbildungsplätze schaffen und somit Jugendlichen eine Perspektive geben. Das „alte Wissen“ kann unter neuen Vorzeichen und Kombinationen in Bereichen wie Klima, Energie und Ressourceneffizienz zwischen Gewerbe und Kreativwirtschaft wiedereingesetzt werden. Im Laufe des Projekt sollen Konzepte zum Vermitteln von altem Wissen in Kooperation mit Bildungseinrichtungen sowie Anwendungsmöglichkeiten in Kooperation mit Handwerks- und Gewerbebetrieben entwickelt werden.

 

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