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LEADER Projekt: Kampf dem plötzlichen Herztod

Kampf dem plötzlichen Herztod (Rotary Club Lungau)
Studie: Auswirkung von flächendeckend verfügbaren Defibrillatoren in den Gemeinden des Lungau

Projektträger: Rotary Club Lungau
geplante Projektlaufzeit: 12/2016 – 11/2019
Kosten gesamt: € 18.127,20
Förderungssatz: 60 %
Förderung in €: € 10.876,32
Aktionsfeld: 3 – Stärkung des Gemeinwohls


Projektbeschreibung

 

Der plötzliche Herztod ist meist die Folge von anhaltendem Kammerflimmern, das zum Herzstillstand führt. Diese Form des Herzanfalls stellt in der westlichen Welt eine der häufigsten Todesursachen und die häufigste tödliche Manifestationsform einer Herzerkrankung dar. Über den Ausgang bei einem solchen Herzanfall entscheidet das möglichst schnelle Einleiten von Reanimationsmaßnahmen wie der Herzdruckmassage und der Einsatz eines Defibrillators, der als effizienteste Möglichkeit zur Wiedererlangung der lebensnotwendigen Herzfunktionen gilt.

Im Rahmen dieses Projekts soll in allen Hauptorten der Lungauer Gemeinden zumindest ein jederzeit öffentlich zugänglicher Laiendefibrillator bzw. ein automatisierter externer Defibrillator (AED) installiert werden. Dadurch soll gewährleistet werden, dass ein Gerät durch passende Lage im Ernstfall zur Verfügung steht und somit Leben gerettet werden kann.

Zusätzlich dazu werden Vorträge in den Gemeinden zu den Themen „Plötzlicher Herztod“ und „Umgang mit Defibrillatoren“ angeboten, um der Bevölkerung Wissen zu vermitteln, ihr Bewusstsein zu bilden und die Scheu davor zu nehmen, im Ernstfall tätig zu werden. Im Rahmen des Projekts werden mehrere Schulungsabende abgehalten, bei denen sich die Teilnehmer mit dem Defibrillator vertraut machen können und anhand eines Übungsdefibrillators dessen Handhabung üben können. Zudem soll über lokale Medien auf die vorhandenen Geräte und deren öffentlich und frei zugängliche Standorte hingewiesen werden.

Die Ergebnisse des Projekts werden in einer Studie entsprechend ausgewertet und wissenschaftlich aufgearbeitet. Dadurch können alle potentiellen Fälle eines plötzlichen Herztodes erfasst werden und deren Verläufe dokumentiert werden. Die Ergebnisse zeigen die Auswirkungen einer flächendeckenden Bestückung der Region mit Laiendefibrillatoren, die Inanspruchnahme und Verwendung der Geräte im Alltag durch Laien und die Auswirkungen auf die Überlebensquote und -wahrscheinlichkeit, sowie die Auswirkungen des Projekts inklusive der Schulungsmaßnahmen.

Im Laufe des Projekts soll die Region flächendeckend mit frei zugänglichen automatisierten externen Defibrillatoren ausgestattet werden und das Wissen über deren Standort und Einsatz soll an möglichst viele Personen weitergegeben werden. Durch die Schulungen soll die Bevölkerung ermutigt werden, den Defibrillator im Ernstfall zu verwenden, da sie die richtige Verwendung gelernt und geübt haben. Ziel ist es, durch das Projekt die Überlebenswahrscheinlichkeit eines Plötzlichen Herztodes in der Region von fünf auf dreißig Prozent zu steigern. Durch die flächendeckende, regionale Grundausstattung mit lebensrettenden Defibrillatoren wird die medizinische Versorgung grundsätzlich verbessert.

Defibrillator - Standorte

  • Mariapfarr - Foyer TVB Mariapfarr
  • St. Michael - Eingang Wastlwirt
  • Tamsweg - Eingangsbereich Sparkasse
  • Zederhaus - Eingangsbereich Hotel COOEE alpin
  • St. Margarethen - Eingangsbereich Feuerwehr
  • Thomatal -  Eingang Gemeindeamt
  • Unternberg - Gemeindeamt
  • St. Andrä - Volksschule
  • Tweng - Eingang Gemeindeamt
  • Ramingstein - Eingang Gemeindeamt
  • Weißpriach - Eingangsbereich Gemeinde / Amtstafel
  • Lessach - Infohaus neben Friedhof
  • Muhr - Raiffeisenbank Muhr
  • Mauterndorf - Eingang Gemeindeamt















VIDEOS - PROJEKTVORSTELLUNG

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