Leerstehende Gebäude bergen oft mehr Chancen als Probleme – in der Kategorie „Gefüllte Leerstände vor den Vorhang“ zeigen wir, wie alte Mauern neues Leben gewinnen. Ein besonders gelungenes Beispiel dafür ist das Hotel Post in St. Michael: Nach Jahren der Ruhe füllen Stimmen, Lachen und der Duft regionaler Spezialitäten wieder die Räume.
Altes Haus, neue Ideen: Wie das Hotel Post zum Begegnungsort wird
Das Hotel Post in St. Michael zählt zu den ältesten Gebäuden im Lungau und hat nach Jahren des Stillstands wieder Stimmen, Lachen und den Duft von regionalen Köstlichkeiten in seinen Räumen. Die Familie Schitter hat dafür eine klare Vision: Das traditionsreiche Gebäude soll zu einem Ort werden, an dem sich Einheimische und Gäste ganz selbstverständlich begegnen – ein Platz, an dem Regionalität, Gemeinschaft und Geschichte spürbar werden. Unter dem Motto „Gemma ins Post“ öffnete das Haus im November jeden Freitag seine Türen und lud zu gemütlichen Get-togethers ein, bei denen die Besucher in besonderer Atmosphäre bewirtet wurden.
Besonders wichtig war bei dem Projekt der Fokus auf regionale Produkte. Die Speisen im Gasthaus waren bewusst hochwertig, die Speisekarte klein, aber fein und ausschließlich aus der Umgebung, um die Qualität der lokalen Landwirtschaft und Handwerkskunst zu präsentieren. Gleichzeitig wollte die Familie ein Ambiente schaffen, das Einheimische anspricht, Gästen die Kultur des Lungaus näherbringt und im Optimalfall einfach nur „de Leit zom bringt“.
Mario und Sonja bilden gemeinsam mit ihren Töchtern Leonie und Laura sowie den Schwiegersöhnen Lukas und Elias ein vielseitiges Team, das seine Stärken perfekt bündelt: Management, Organisation, Marketing, Foto- und Videografie – jede Kompetenz findet ihren Platz. Genau diese Mischung aus Erfahrung, Kreativität und professionellem Know-how macht es möglich, das Hotel Post Schritt für Schritt zu einem lebendigen Ort zu formen, an dem traditionelle Werte auf frische, moderne Ideen treffen.
Das historische Gebäude mit seinen drei Gasträumen – Klavierzimmer, Kaiserzimmer und großer Gaststube – bildet einen besonderen Rahmen für Begegnungen und Veranstaltungen. Es zeigt, wie historische Immobilien durch gezielte Nutzung wieder in das gesellschaftliche Leben integriert werden können.
Das Projekt im Hotel Post ist ein anschauliches Beispiel für Leerstandsmanagement: Alte Gebäude werden revitalisiert, neue wirtschaftliche Nutzungsmöglichkeiten geschaffen und gleichzeitig die lokale Gemeinschaft gestärkt.
Und wer weiß: Vielleicht knüpft das Gasthaus schon bald wieder regelmäßig an diese besonderen Abende an und lädt Einheimische wie Gäste zum Verweilen ein, worüber wir uns freuen würden!



