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Gartentipps August 2025

Nahaufnahme von Rosenblüten am Rosenstrauch

Auch heuer liefert „Natur im Garten“ wieder monatliche Gartentipps für Naturgärtner

 

Amaryllis

Für eine prächtige Blüte im Winter wird ab August nicht mehr gedüngt und auch gegossen wird immer weniger. Damit sich die Blätter zurückziehen wird das Gießen schließlich komplett eingestellt. Die Pflanze geht nun in die notwendige Ruhephase. Ab September/Oktober wird die Zwiebel kühl (ca. 15 °C) in trockener Erde gelagert. Eingetrocknete Blätter werden zuvor entfernt. Kommt es nicht zu dieser Auszeit, bildet die Pflanze zwar Blätter aber meist keine Blüten.

Acht Wochen bevor eine neue Blüte erscheinen soll, muss die gelagerte Zwiebel wieder frisch eingetopft werden. Bei einer gewünschten Blüte um die Weihnachtszeit pflanzt man die Zwiebel also Anfang November neu ein. Die Zwiebel wird so gesetzt, dass sie 1/3 aus der Erde ragt. Die Pflanze benötigt jetzt einen hellen etwa 20 °C warmen Platz, ohne direkter Sonne. Über den Topfuntersetzer wird die Amaryllis angegossen. Je mehr Blätter wachsen umso größer wird der Wasserbedarf. Staunässe verträgt die prächtige Pflanze aber nicht.

 

Grauschimmel an Weintrauben

Wenn Weintrauben, aber auch Triebe von einem mausgrauen Pilzrasen überzogen sind, handelt es sich um einen Befall mit dem Grauschimmelpilz – auch Botrytisfäule genannt. Feucht-warme Witterung, wie sie häufig im Spätsommer vorkommt, ist für den Ausbruch notwendig. Der Pilz dringt dann über Verletzungen in die Pflanze ein. Am häufigsten tritt Grauschimmel an den heranwachsenden Trauben ab August auf. Unreife und unverletzte Trauben werden hingegen nur selten befallen. Vor allem geschwächte und mit Stickstoff überversorgte Pflanzen sind oft betroffen. Zur Vorbeugung sollte schon beim Austrieb im Frühjahr regelmäßig mit Ackerschachtelhalmbrühe bzw. – extrakt gespritzt werden, um die Pflanzen zu stärken. Auch Knoblauchtee kann vorbeugend zur Gesunderhaltung und Stärkung von Pflanzen, die gegenüber Pilzkrankheiten empfindlich sind, gespritzt werden. Während des Jahres ist es besonders wichtig, für eine gut Durchlüftung, Abtrocknung und Besonnung der Beeren zu sorgen. Daher sind zu dichte Bestände zu vermeiden und Blätter rund um die Trauben zu entfernen.

 

Blütenschnitt von mehrmals blühenden Rosen im Sommer

Wildrosen und einmalblühende Rosen erfreuen uns mit einer einmaligen, aber dafür überschwänglichen Blütenpracht. Diese Pracht währt zwar nicht lange, wird aber bei ungefüllten Sorten nach dem Verblühen zum Ausgleich von leuchtenden Hagebutten abgelöst. Im Gegensatz dazu blühen sogenannte remontierende Rosen den ganzen Sommer über bis weit in den Herbst hinein. Um eine durchgehend üppige Blüte zu fördern, sollte alles Verblühte regelmäßig abgeschnitten werden. Dazu werden welke Einzelblüten knapp über dem dritten Blatt abgeschnitten. Bei Rosen, die Dolden mit mehreren Blüten bilden, wird die gesamte Blütendolde schon über dem ersten Blattpaar abgeschnitten. Erst ab dem Hochsommer werden einige verblühte Rosen stehen gelassen damit sich dann Hagebutten entwickeln können. Diese verschönen nicht nur den herbstlichen Garten, auch viele Tiere erfreuen sich an dieser wichtigen und natürlichen Winternahrung.

 

Kleine Eingriffe, um Gemüse für die Lagerung gut ausreifen zu lassen

Da unreifes Gemüse nicht gut lagerfähig und zugleich auch anfälliger für Lagerkrankheiten ist, sollte nur gut ausgereiftes Gemüse gelagert werden. Um das Ausreifen ab Mitte August zu fördern, gibt es folgende einfache, aber effektive Möglichkeiten bei den unterschiedlichen Gemüsearten. Generell kann in trockenen Spätsommern die Ausreifung über weniger Gießen gefördert werden. Dazu werden die Wassergaben langsam reduziert, bis das Wachstum stoppt. Bei Kraut, Karotten und Roten Rüben kann einige Tage vor der Ernte an den Pflanzen leicht gezogen werden. Durch diesen kurzen Ruck wird die Nährstoff- und Wasserversorgung vermindert und die Pflanze reift besser und schneller aus. Vor allem wenn es häufig regnet, ist das sehr hilfreich. Zusätzlich baut die Pflanze dadurch auch Nitrat ab – und je nitratärmer das Gemüse, desto gesünder und lagerfähiger ist es. Bei Kohlsprossen wiederum wird die Spitze gekappt damit die Röschen gleichmäßig ausreifen und bei Zwiebeln kann auch etwas nachgeholfen werden, indem das Laub oberhalb der Zwiebel umgeknickt wird.


 

Der heiße Draht bei Garten-Fragen

Bei Fragen rund um naturnahes Garteln, Pflanzenkunde und Co hilft das Gartentelefon weiter. Unter +43 662 8042-4570 (Mo, Di, Do, Fr 8-15 Uhr, Mi 9-17 Uhr) stehen Expertinnen und Experten Rede und Antwort. Schriftlich ist das Team unter salzburg@naturimgarten.at erreichbar.

 

Ausgezeichnet! Die Plakette „Natur im Garten“

Wer seinen Garten und seinen Grünraum naturnah pflegt und so zur Strukturvielfalt in Salzburg und zur Artenvielfalt beiträgt, hat Anerkennung verdient! Und zwar in Form der „Natur im Garten”-Plakette!

Naturnahe Gärten können beim Gartentelefon unter +43 662 8042-4570 für die Plakette angemeldet werden. Bei einer persönlichen Gartenbesichtigung vor Ort durchgeschulte Mitglieder wird diese vergeben. Als Dankeschön werden die Kosten für die Plakettenvergabe vom Land Salzburg übernommen. Weitere Informationen zur Vergabe der Plakette gibt es in der Broschüre „Der Weg zur Plakette” sowie von den Expertinnen und Experten des Gartentelefons.

 

 

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