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Faktencheck Klimawandel

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Der Klima- & Energiefonds hat kürzlich einen neuen Faktencheck zum Thema „Klimawandel“ veröffentlicht. Die Kernaussagen darauf sind zusammengefasst.

Das Klima hat sich immer schon geändert – momentan ändert es sich aber in einer noch nie dagewesenen Geschwindigkeit – es wird wärmer! Neben natürlichen Antrieben etwa zyklischen Schwankungen der Erdbahnparameter, unterschiedlich starker Sonnenaktivität oder auch natürlichen Vorkommnissen (zB Vulkanausbrüchen) sind vor allem die menschlich verursachten Treibhausgase der wesentliche Grund für den immer rascher voranschreitenden Klimawandel.

Wetter ist nicht gleich Klima!

Grundlegendes Unterscheidungsmerkmal ist der Beobachtungszeitraum. „Klima“ beschreibt einen langfristigen Zeitraum von zumeist mindestens 30 Jahren. „Wetter“ hingegen beschreibt einen kurzfristigen Zustand. Das Wetter kann sich von Tag zu Tag stark verändern. Demgegenüber ist das Klima eine Statistik aus vielen Jahren an einem Ort. Beim Klima geht es zudem nicht nur um die mittleren Jahreswerte beispielsweise von Temperatur und Niederschlag sondern besonders auch um die Entwicklung der Extremwerte. Deshalb kann es in einem wärmer werdenden Klima weiterhin Tage mit strengem Frost und Phasen mit viel Schnee geben. Diese Unterscheidung ist ganz zentral!

Das Klima wird weltweit an unterschiedlichsten Stellen mit unterschiedlichsten Methoden erforscht. Egal ob in Städten, auf dem Land, auf Bergen oder auch in der Natur. Durch einige dieser Methoden (zB Eisbohrkerne) kann auch der Klimazustand von vor tausenden bis zu mehreren Jahrmillionen zurück erforscht werden. Am Hohen Sonnblick in Rauris wird seit 1886 die Temperatur gemessen. In Österreich misst die GeoSphere Austria an 290 Messstationen rund um die Uhr das Wetter. Eine der berühmtesten Forschungsstationen befindet sich in Hawaii – hier wird unter anderem der CO2-Gehalt der Atmosphäre gemessen – diese Messdaten fließen weltweit in die Erstellung der Klimamodelle mit ein. Auch am Hohen Sonnblick wird seit 1999 der CO2-Gehalt gemessen mit nahezu identischen Werten wie auf Hawaii!

Die Klimamodelle der letzten Jahrzehnte haben die heutigen Entwicklungen im Wesentlichen richtig vorhergesagt! Heutige Klimamodelle sind komplexe Programme und Simulationen und berücksichtigen langfristige Prozesse. Dazu zählen etwa langfristige Wechselwirkungen der Atmosphäre mit Meeresströmungen, den Eismassen und der Landoberfläche oder Änderungen der chemischen Zusammensetzung der Atmosphäre. Simulationen werden meist mit mehreren Modellen gerechnet, wodurch eine größere Bandbreite an möglichen Entwicklungen sichtbar wird. Dadurch können Aussagen getroffen werden, in welchen die Modelle zu ähnlichen Ergebnissen kommen, aber auch jene Bereiche definiert in welchen es noch größere Unsicherheiten gibt. Diese Klimaszenarien sind eine wichtige Entscheidungsgrundlage für zentrale Bereiche unserer Gesellschaft, Infrastruktur und Wirtschaftsbranchen.

Auswirkungen auf Österreich

Auch in Österreich zeigt sich die deutliche Erwärmung der Erde ganz klar. Diese Entwicklung wirkt sich auf viele Bereich aus:

  • die Belastung durch Hitze nimmt massiv zu
  • in tieferen Lagen gibt es immer weniger Schnee
  • Ereignisse mit Starkregen werden häufiger und intensiver
  • Durch die Erwärmung steig die Wahrscheinlichkeit für Dürreperioden
  • Die Anfälligkeit für Frost (bei Pflanzen) steigt
  • Die Gletscher schmelzen

Broschüre 

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Infografiken

           

        

 

Weitere Infos & Links

 

klimafonds

Climate Change Centre Austria

GeoSphere Austria