Wir freuen uns sehr, dass unser Projekt „Leerstandsmanagement Lungau“ im aktuellen Fachpapier des Brachflächen-Dialogs mit dem Titel
„Hürden beim Aktivieren von Brachflächen und Leerständen überwinden“
als Praxisbeispiel erwähnt wird.
Fachpapier des Brachflächen-Dialoges: Hürden beim Aktivieren von Brachflächen und Leerständen überwinden
Die Wiedernutzung von Leerständen und ungenutzten Immobilien ist mit zahlreichen Hürden verbunden, dazu zählen vor allem das fehlende Nutzungsinteresse der Eigentümer:innen, das Nichtvorhandensein eines Nutzungskonzeptes und der Finanzierung. Welche Möglichkeiten gibt es aus heutiger Sicht, diese Hürden zu überwinden? Das vorliegende Fachpapier gibt eine gute Übersicht zu möglichen Lösungen und bereits erprobten Praktiken.
© Brachflächen-Dialog
Das Fachpapier widmet sich einer zentralen Herausforderung der räumlichen Entwicklung: der Aktivierung von Leerständen und ungenutzten Immobilien. Dabei wird deutlich, dass die Wiederverwendung bestehender Gebäude häufig nicht an mangelndem Bedarf scheitert, sondern an strukturellen und organisatorischen Hürden. Dazu zählen unter anderem fehlendes Interesse von Eigentümer:innen, unklare oder nicht vorhandene Nutzungskonzepte sowie finanzielle und rechtliche Rahmenbedingungen, die eine rasche Umsetzung erschweren.
Unser Projekt im Lungau setzt genau an diesen Punkten an. Ziel des Leerstandsmanagements Lungau ist es, bestehende Gebäude und ungenutzte Räume im Bezirk sichtbar zu machen, systematisch zu erfassen und ihre Potenziale aufzuzeigen. Viele dieser Objekte sind im Alltag kaum wahrnehmbar oder für potenzielle Nutzer:innen schwer zugänglich. Durch unsere Arbeit entsteht eine fundierte Datengrundlage, die Gemeinden, Eigentümer:innen und interessierten Akteur:innen eine bessere Orientierung ermöglicht.
Ein wesentlicher Bestandteil unserer Tätigkeit ist die aktive Vernetzung. Wir stehen im Austausch mit Eigentümer:innen, Gemeinden und regionalen Partner:innen, um Informationen zusammenzuführen, Fragen zu klären und mögliche Perspektiven für Leerstände zu entwickeln. Dabei verstehen wir uns als erste Anlaufstelle, die Orientierung bietet, Gespräche anstößt und den Weg für weitere Schritte vorbereitet – ohne selbst als Projektentwickler aufzutreten.
Die Erwähnung im Fachpapier bestätigt die Relevanz dieses Ansatzes: Besonders hervorgehoben werden dort systematische Erhebungen, die Zusammenarbeit mit Gemeinden sowie die Bedeutung niedrigschwelliger Unterstützungsstrukturen für die Aktivierung von Leerständen.
Für uns ist diese Nennung eine wertvolle Rückmeldung und zugleich Motivation, die begonnene Arbeit weiterzuführen und weiterzuentwickeln. Die Innenentwicklung von Gemeinden, die Nutzung bestehender Bausubstanz und die Stärkung regionaler Strukturen bleiben zentrale Themen, die nur gemeinsam mit vielen Beteiligten erfolgreich gestaltet werden können.
Mit dem Leerstandsmanagement Lungau möchten wir weiterhin dazu beitragen, Potenziale sichtbar zu machen und die Grundlage dafür zu schaffen, dass bestehende Gebäude im Bezirk wieder sinnvoll genutzt werden können – Schritt für Schritt und im Dialog mit der Region.
Das gesamte Fachpapier bietet spannende Einblicke und praxisnahe Lösungsansätze – ein Blick hinein lohnt sich:
https://www.brachflaechen-dialog.at/aktivitaeten/facharbeitsgruppen/huerden-ueberwinden
Das Projekt „Leerstandsmanagement Lungau“ wird durch die AMA-Förderung 77-04 unterstützt und kofinanziert. Mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union (EU-Bund-Land-kofinanziert).


