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Altes Handwerk neu erleben

Altes Handwerk neu erleben – Salzburgweites Koordinationsprojekt

Projektträger: Landjugend Salzburg
geplante Projektlaufzeit: 11/2016 – 12/2017
Maximal anrechenbare Kosten: € 9.576,00
Förderung in €: € 7.516,83

Kooperation aller LEADER Regionen Salzburgs


Projektbeschreibung

 

Aktionsfeld: 1 – Steigerung der Wertschöpfung, 3 – Stärkung des Gemeinwohls

In jedem Bezirk von Salzburg gibt es eine Vielzahl an Bräuchen und Traditionen, die einen wichtigen Teil der regionalen Kultur darstellen. Damit das Wissen darüber zuverlässig an jüngere Generationen weitergegeben werden kann, soll ein drauf abgestimmtes Bildungsangebot für Jugendliche eingerichtet werden. Da dieser Notwendigkeit in Schulen aufgrund von Einsparmaßnahmen nicht nachgekommen werden kann, soll die Landjugend Salzburg als größte Jugendorganisation des Bundeslandes diese Aufgabe annehmen und somit in diesem Bereich als außerschulischer Bildungsanbieter tätig sein. Die Jugendliche, deren Bewusstsein für Kultur, Brauchtum, Handwerk, Tradition und Natur gesteigert werden soll, können mit Hilfe der angebotenen Kurse bzw. Workshops für weitere Bildungsaktivitäten, außerschulische Bildungsarbeit und lebenslanges Lernen sensibilisiert und animiert werden, da ihnen der Zugang zu vielseitigen Themen- und Fachgebieten ermöglicht wird.

Durch das Bildungsprojekt, das in den fünf LEADER-Regionen Pongau, Saalachtal, Seenland, Nationalpark Hohe Tauern und Lungau umgesetzt wird, werden regionale Bräuche, Traditionen und handwerkliche Besonderheiten theoretisch und praktisch vermittelt. Dabei sollen angebotene Kurse als Anregung zur weiteren intensiven Auseinandersetzung der Jugendlichen mit traditionellem Handwerk wie dem Selchen von Speck, dem Korbflechten, dem Holzschnitzen, dem Schnapsbrennen oder dem Obstbaumschneiden dienen. Zur Zielgruppe dieser Kurse zählen vor allem Jugendliche und Mitglieder der Landjugend im ländlichen Raum im Alter von 15 bis 30 Jahren, die landwirtschaftliches oder kulturelles Interesse zeigen. Die Bezirke Flachgau, Pongau-Tennengau, Pinzgau und Lungau bieten jeweils sechs Workshops zu unterschiedlichen Themen an.

Durch die Kurse soll gewährleistet werden, dass das Wissen von älteren an jüngere Generationen weitergegeben wird. Somit soll eine Brücke zwischen den Altersgruppen gebaut und die Kommunikation zwischen den Generationen verstärkt werden. Zugleich stellt die Salzburger Volkskultur einen enormen touristischen Faktor dar, da Salzburg für seine Traditionen und Bräuche bekannt ist. Zudem verbessert das Projekt die individuelle Kreativität der Jugendlichen, wovon sie auch in der Berufswelt profitieren können, und es fördert die Handwerkskünste der Kursteilnehmer. Folglich erlangen sie anhand der erlernten Inhalte Wertschätzung gegenüber altem Handwerk und regionalen Bräuchen. Die Jugendlichen sollen von den vermittelten Thematiken persönlich profitieren und können sie im privaten Umfeld und insbesondere in der Landwirtschaft einsetzen.

 

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