Projekte

Ziele und Visionen

Visionen

Der UNESCO Biosphärenpark Salzburger Lungau & Kärntner Nockberge bietet eine hohe Artenvielfalt und hochwertige Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Diese Vielfalt wird durch Naturschutzflächen und eine naturverträgliche Bewirtschaftung abseits geschützter Flächen erhalten.

Die Ursprünglichkeit des Lungau ist einzigartig. Damit eine artenreiche Kulturlandschaft erhalten bleiben kann, braucht es eine nachhaltige Pflege und das Bewusstsein der Lungauer/innen.

Die Kern- und die Pflegezone sind gesetzlich geregelt. Es dürfen keine negativen Veränderungen in diesen Zonen erfolgen. In der Entwicklungszone wollen wir einen nachhaltigen und naturverträglichen Umgang mit unserer Landschaft.

Ziele

Kernzone:
Die Kernzone wird durch den Vertragsnaturschutz gesetzlich geregelt.

Pflegezone:
Die Pflegezone setzt sich aus bestehenden Landschaftsschutzgebieten zusammen und hat keine Veränderung für die Grundeigentümer zur Folge. Die Flächen sind als Verordnungen „Landschaftsschutzgebiet“ im Gesetzt verankert.

Entwicklungszone:
1. Wir geben nachhaltigen und naturverträglichen landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsformen den Vorzug.

  • Stärkung und Förderung der biologisch-organischen sowie der biologisch-dynamischen Landwirtschaft
  • Projekte zur Stärkung von nachhaltiger Landwirtschaft in der Region
  • Pflege/Mähen von Steilflächen
  • Zusammenarbeit mit der Naturschutzabteilung und AMA bzgl. der Weiterentwicklung naturbewahrender ÖPUL Programme zur Unterstützung der nachhaltigen und pfleglichen Landnutzung
  • Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft ist durch mehr Artenreichtum möglich.
  • Hinweis: 850 landwirtschaftliche Betriebe gibt es im Lungau. Davon wirtschafteten 51% nach den Kriterien des ökologischen Landbaues, 46% verzichteten auf Handelsdünger- und Spritzmitteleinsatz, 3% verwenden Spritz- und Düngemittel nur eingeschränkt und es wurden 346 Almen bewirtschaftet (BBK Tamsweg 2012)

2. Wir schützen und erhalten unsere Lungauer Gewässer.

  • Laichplätze für Fische

3. Wir besetzten im Lungau das Thema „Blumenwiesen“ und positionieren uns dazu.

  • Touristische Positionierung
  • Alleinstellungsmerkmal (USP)
  • Partnerschaften für Blumenwiesen vergeben
    – Kinder (Schulen, Kindergarten, Familien etc.)

4. Wir setzen Maßnahmen zur Naturvermittlung bei den Lungauer/innen und unseren Gästen.

5. Alle Entwicklungen im Biosphärenpark Salzburger Lungau & Kärntner Nockberge müssen im Einklang mit der Natur erfolgen. Wir prüfen Weiterentwicklungen und Projektumsetzungen auf ihre Naturverträglichkeit.

  • Maßnahmen, die unserer Natur schaden, werden weitestgehend verhindert.
  • Wenn dies nicht möglich ist, müssen entsprechende Ausgleichsmaßnahmen getroffen werden.

6. Unsere vielfältige und besondere Natur- und Kulturlandschaft ist Voraussetzung für das Prädikat UNESCO Biosphärenpark.

Wir setzen Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung für LungauerInnen, Gäste, LandwirtInnen und KonsumentInnen über den Wert der Lungauer Natur- und Kulturlandschaft.

  • Zusammenhänge zwischen Einkaufskorb und Wiesen/Natur herstellen
  • Vermarktung und Sensibilisierung unserer Lungauer Produkte
  • Kooperation zwischen Tourismus, Landwirtschaft, Almwirtschaft und heimischem Handwerk stärken
  • Kursprogramm erstellen und anbieten (z.B. Sensenmähen)
  • Projekt „Blumenwiesen“
  • Gärtnern im Einklang mit der Natur

7. In enger Zusammenarbeit mit der Naturschutzabteilung des Landes Salzburg erheben wir unsere besonders schützenswerten Pflanzen und Tiere und setzen Maßnahmen zur Erhaltung.