Kleine Einheit mit viel Ethik

Bernhard Jirikowski: „Die Biosphäre fördert die Bewusstseinsbildung.“

Wäre der Lungau ein Biosphärenpark, dann würde eine Kernzone der Natur und eine Entwicklungszone dem Menschen nützen. Das körperliche und geistige Wohlbefinden der Lungauer würde davon profitieren, ist Primar Dr. Bernhard Jirikowski, ein Vorreiter in Sachen „Ethik in der Medizin“, überzeugt.

TAMSWEG (pjw). Der Bezirk Tamsweg ist nach Meinung von Primar Dr. Bernhard Jirikowski aus medizinischer Sicht bereits gut versorgt und in ein überregionales Netzwerk eingebunden. Trotzdem würde sich der Erhalt des UNESCO-Prädikats „Biosphärenpark“ positiv auf das körperliche und seelische Wohlbefinden der Menschen auswirken. Ethische Medizin heißt aus ärztlicher Sicht, die richtigen Entscheidungen für den Patienten zu treffen. Dieser muss im Gegenzug verantwortungsvoll mit seiner Gesundheit umgehen. „So, wie wir mit der Natur – unserer Umwelt – umgehen, genauso gehen wir auch mit unserem Körper und mit unserer Seele um“, meint der Primar. Durch die kleinen Einheiten im Lungau ist persönlicher Umgang miteinander möglich, der Mensch ist keine Nummer unter vielen, er ist kein Massenprodukt – interpersonelle Kontakte sind möglich und finden statt.
Die Biosphären-Thematik will Jirikowski jedoch nicht ausschließlich aus medizinisch-philosophischer Sicht abgehandelt wissen. Ganz pragmatisch erwartet sich das Personenkomitee der Sparte Gesundheit, nach einer positiven Bewerbung um das Biosphären-Gütesiegel, Mittel, mit denen strukturelle Verbesserungen in der medizinischen Versorgung, zum Beispiel die Ansiedelung von bislang fehlenden Spezialisten und Fachärzten, erreicht werden können.

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