Die Basis für spätere Früchte

Rosmarie Gfrerer: Biosphärenpark soll Umweltbewusstsein anregen

Im Lungau hat sich ein in acht Sparten eingeteiltes Personenkomitee gebildet, das die Bewerbung des Bezirkes für das UNESCO Prädikat Biosphärenpark unterstützt. Der Sparte Bildung steht Rosmarie Gfrerer aus Zederhaus vor.

ZEDERHAUS (rec). Seit 2007 ist Rosmarie Gfrerer Leiterin des örtlichen Bildungswerkes (SBW) in Zederhaus. Sie unterrichtet an der Volksschule, ist Leiterin der Bibliothek und zudem als Gemeinderätin tätig. Vom UNESCO- Prädikat Biosphärenpark hat die gebürtige Zederhauserin zwar schon vor einigen Jahren das erste Mal gehört, eingehend befasst sie sich damit, seit es konkrete Bemühungen gibt, für den Lungau darum anzusuchen.

Früchte für später
Insbesondere im Rahmen ihrer Tätigkeit als Lehrerin an der Naturparkschule Zederhaus sieht Rosmarie Gfrerer Parallelen zum Biosphärenpark-Gedanken: „Erleben, Staunen, Danken und Verantwortung im Bezug auf die Natur, sind die Säulen unserer Schule, die in dieser Form einzigartig in Salzburg ist und seit Ende 2008 den offiziellen Namen Naturparkschule trägt.“ Beides, Naturschutz und Bildung, sei zunächst mit Kosten verbunden, deren Nutzen auf Anhieb nicht erkennbar sei, aber „heute ist es notwendig, die Kinder für Naturschutz zu sensibilisieren, unseren Lebensraum zu bewahren und so den Grundstein für ein lebenswertes Umfeld der künftigen Generationen zu setzen. Jetzt werden die Früchte für später gesät“, betont Rosmarie Gfrerer. Jeder, der im Bereich Bildung tätig sei, müsse Sorge für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur tragen: „Das Biosphärenpark-Zertifikat ist ein Teil davon!“ Das UNESCO-Prädikat, vielmehr das, was es mit Leben erfüllt, könne als hilfreiches Werkzeug auf dem Weg zu mehr Umweltbewusstsein dienen, weil viele Menschen aus unterschiedlichen Bereichen eingebunden sind. „Die erste Instanz werden aber trotzdem immer die Eltern bleiben. Wenn sie nicht den gebotenen Umgang mit der Natur vorleben, hat auch die Schule keine Chance. Das gute Vorbild der Eltern ist besonders wichtig“, appelliert Rosmarie Gfrerer abschließend.

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