Offizieller Start für UNESCO-Biosphärenpark
Mit der Unterzeichnung eines Fördervertrages zwischen Land und Regionalverband erfolgte am Donnerstag der offizielle Start für den UNESCO-Biosphärenpark Lungau und Kärntner Nockberge. Der Antrag auf Verleihung des Gütesiegels wird nächste Woche abgeschickt.
Biosphärenpark Lungau v. li: Bgm. Wolfgang Eder, Josef Fanninger Regionalverband Lungau, LH-Stv. Wilfried Haslauer, Naturschutzreferent LR Sepp Eisl, Wolfgang Pfeifenberger Obmann WKS-Lungau
Der Fördervertrag soll in der kommenden Woche nach Paris geschickt werden, dort ist der Sitz der UNO-Sonder-organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur. Der gesamte Bezirk stehe hinter dem Vorhaben, betonte Bürgermeister Wolfgang Eder, der Obmann des Lungauer Regionalverbandes.
„Ein Biosphärenpark ist nichts anderes, als ein ausgezeichneter, schöner, ursprünglicher Lebensraum. Der ursprüngliche Nachteil vom Lungau, dass wir nicht soweit entwickelt sind wie andere Regionen, wird hier zu einem Vorteil“, erläutert Josef Fanninger, der Geschäftsführer des Lungauer Regionalverbandes.
Lungau soll eigenes Profil bekommen
Salzburgs Tourismusreferent Wilfried Haslauer (ÖVP) ergänzt: „Für mich ist es einfach von Bedeutung, dass der Lungau mit seiner einzigartigen Schönheit ein eigenes touristisches Profil bekommt. Es liegt im Bereich der Schönheit der Natur, der Einzigartigkeit der Baulichkeiten dort und in der Artenvielfalt.“
Der Biosphärenpark gliedert sich in Kernzone, Pflegezone und Entwicklungszone. Die Kernzone umfasst 5.600 Hektar, es sind das bestehende Landschaftsschutzgebiete in Hintermuhr, im Überlinger Moor, beim Seetaler See und im hinteren Lessachtal.
Neuer rechtlicher Status notwendig
Die Kernzonen erhalten auch rechtlich einen neuen Status, sagt Naturschutzreferent Sepp Eisl. „Wir werden im Naturschutzgesetz eine Kategorie ‚Biosphärenparks‘ einführen. Da kann man eine Schutzgebietsverordnung für Biosphärenpark-Kernzonen machen. Das führt dann auch dazu, dass der entsprechende Nachweis bei der UNESCO erfolgen kann“, so Eisl.
In der Entwicklungszone beispielweise liegen alle Lungauer Skigebiete. Sie unterliegen also keinen Einschränkungen. Die Geschäftsführung des Biosphärenparks Lungau übernimmt der Regionalverband. Josef Fanninger ist damit auch für die Umsetzung von Projekten verantwortlich. Die offizielle Verleihung des Prädikats „Biosphärenpark Lungau“ durch die UNESCO soll Ende kommenden Jahres erfolgen.
Link: Lungau ab Frühjahr 2012 Biosphärenpark (salzburg.ORF.at; 12.11.2011)
